Deutschland 1970: Flower Power ist gewesen, der Mond erobert, Optimismus gepaart mit Technologieverliebtheit beschwingen die Gesellschaft. Alles scheint möglich. Dank Kunststoff, der die Welt schön bunt und das Leben leichter macht. In dieser Zeit greift ASV-Stübbe die Designstudie des finnischen Architekten Matti Suuronen auf: Das Futuro-Home - ein futuristisch anmutendes, Ufo-förmiges, vier Meter hohen Haus aus Fieberglas verstärktem Polyester.
Durch eine nach unten aufklappbare Tür gelangt man in das mit Kunststoff-Möbeln voll ausgestattete 36qm Rundhaus, das als Ferienhaus konzipiert ist, acht Personen Wohnkomfort bietet und als Designstudie im Museum of modern Art/NY steht. Annähernd 100 Stück sind im Laufe der Jahre gefertigt worden. Die Ölkrise und die deutsche Bauaufsichtsbehörde machten der geplanten Serienfertigung einen Strich durch die Rechnung: Die Behörde konnte den Raum nicht berechnen, also gab es keine Genehmigung.
Nach 40 Jahren vor dem Hauptwerk startete das UFO noch einmal in Richtung Kultur- und Raumfahrtinstitut Witten. Dort wird es frisch aufpoliert, einen Ehrenplatz vom Förderverein „Charles Wilp Modul“ erhalten.
